Die Impfung gegen Hautpilz

 

Die Impfung durch Ihre/n Tierärzt*in beschleunigt die Abheilung und reduziert den Aufwand erheblich. Ihr Pferd erhält gleichzeitig einen Immunschutz, der bis zu 9 Monate besteht und bei Bedarf dann wieder aufgefrischt werden kann.

Die Impfung wird zweimal im Abstand von zwei Wochen durchgeführt. Dieses Verfahren ist für die/den Pferdehalter*in zeitsparend und effektiv: In der Regel beginnt die Heilung innerhalb von zwei Wochen nach der zweiten Impfung.

Abheilungserfolge bei 95 % der Pferde

Die Wirksamkeit der Hautpilz-Impfung wurde in mehreren klinischen Studien geprüft. In einer deutschlandweiten Feld-studie haben zum Beispiel 139 Tierärzte und Tierärztinnen 2.684 Pferde mit der Verdachtsdiagnose „Hautpilz“ geimpft.*

Kann man erkrankte Pferde impfen?

Auf den ersten Blick erscheint der Einsatz eines Impfstoffes bei bereits pilzerkrankten Pferden unverständlich. Schließlich sollen Impfungen im Allgemeinen nur bei völlig gesunden Pferden durchgeführt werden.

Der inaktivierte Impfstoff von Boehringer Ingelheim wird jedoch nach besonderen Prinzipien hergestellt und wirkt anders als beispielsweise eine Influenza- Impfung. Der Impfstoff bewirkt eine sofortige und spezifische Verstärkung der Immunreaktion des Körpers gegen die Hautpilze und führt zu keiner unkontrollierten Verstärkung des Krankheitsgeschehens.

Trotzdem bleibt die Voraussetzung für eine Impfung der gute Allgemeinzustand des Pferdes. Das bedeutet: Das Tier darf, neben der Pilzinfektion, nicht unter weiteren, vor allem fieberhaften Erkrankungen leiden. Auch zeitgleich auftretende Stressfaktoren wie Transporte und starke reiterliche Belastung oder mangelhafte Ernährung gefährden den Impferfolg.

Der Hautpilz-Patient muss zudem unmittelbar vor und einige Tage nach Injektion des Impfstoffes geschont werden. Nur dann kann sich das durch die Impfung stark geforderte Immunsystem voll und ganz auf die Abwehr der Hautpilze konzentrieren.

Warum sollte man gesunde Pferde impfen?

Neben der Behandlung bereits erkrankter Pferde kann der Impfstoff auch vorbeugend eingesetzt werden.

  • Wenn im Bestand eine Hautpilzerkrankung aufgetreten ist, impft man am besten vorbeugend alle Pferde des Bestandes (der Fachmann spricht von einer geschlossenen Impfdecke).
  • Wenn man plant, auch nur kurzfristig sein Pferd in einen Bestand mit erhöhtem Infektionsrisiko zu bringen (z.B. Ausbildungsställe, in denen viele junge Pferde zusammenkommen).
  • Wenn sich Betriebe gegen die Einschleppung von Hautpilzen schützen wollen, sollte eine Impfung Pflicht sein.