Ratgeber Haut & Haar


Ratgeber Pferdegsundheit

Haut & Haar

1. Woran kann ich Hautpilzerkrankungen erkennen?

Die wesentlichen Merkmale sind:

- Hautschwellungen
- abstehende Haare
- grau-gelbliche Krusten und haarlose Stellen
- kreisrunde haarlose Stellen, die sich vergrößern
- Betroffen sind am häufigsten Kopf, Hals und Schultern sowie Sattel- und Gurtlage, aber auch Kruppe und Rumpf

2. Was kann ich tun, wenn mein Pferd Hautpilz hat?

Hautpilz behandeln heißt heute: Impfen

Die Impfung durch Ihren Tierarzt beschleunigt die Abheilung und reduziert den Aufwand erheblich. Ihr Pferd erhält gleichzeitig einen Immunschutz von bis zu einem Jahr. Die Abheilungsquote liegt bei 95%. Die Wirksamkeit der Hautpilzimpfung haben 139 Tierärzte in einer deutschlandweiten Feldstudie an 2684 Pferden mit der "Verdachtsdiagnose Hautpilz" geprüft. Speziell in den Wintermonaten ist eine Impfung auch deutlich angenehmer und ungefährlicher als eine "Ganzkörperwaschung".

3. Kann sich der Hautpilz bei einem Pferd auch auf die Menschen übertragen?

Ja! Hautpilzerkrankungen sind sogenannte Zoonosen und können durch Hautkontakt auch vom Pferd auf Menschen übertragen werden. Häufig erkranken die Pferde ebenfalls nach einer Übertragung durch andere Wirtstiere wie zum Beispiel infizierte Nager oder Katzen.

4. Mein Pferd ist gegen Hautpilz geimpft worden. Was kann ich sonst noch tun?

Sie können zum dauerhaften Erfolg der Impfung beitragen.

Schonen Sie Ihr Pferd nach der Impfung. Das Immunsystem Ihres Pferdes kann sich voll und ganz auf die Hautpilzabwehr konzentrieren, wenn keine starke Belastung direkt vor oder bis zehn Tage nach der Impfung erfolgt.

Hygiene ist bei Hautpilzerkrankungen ganz besonders wichtig. Millionen von Pilzsporen, z.B. im Putz- und Sattelzeug, Stallhalfter, Pferdedecke, Scheuerpfosten und Reitbekleidung können über Monate zur Übertragung auf andere Pferde oder zur Wiederansteckung führen. Begleitend zu einer Impfung empfiehlt sich die Desinfektion der beschriebenen Materialien.