Wie wird der Erreger übertragen?

Hautpilzerkrankungen zählen zu den häufigsten Hautinfektionen.

Auch auf der Hautoberfläche gesunder Pferde befindet sich immer eine ausgewogene Menge von Pilzen, die jedoch nicht zu Krankheitssymptomen führen. Sie gehören vielmehr zur natürlichen Hautflora, die zum Schutz gegen Krankheitserreger dient. Erst wenn ein Erreger überwiegt (z. B. bei einer geschwächten Immunabwehr), kann die Krankheit ausgelöst werden. So können auch bei gepflegten Pferden Hautpilze auftreten.

Nicht jeder Kontakt eines Pferdes mit Pilzsporen führt zu einer Erkrankung der Haut. Ähnlich wie bei anderen Infektionen ist hier das Zusammenwirken verschiedener Einflüsse nötig.

Kontakt des Pferdes mit dem Infektionserreger

Über die Pilzsporen wird die Krankheit von einem Pferd auf das andere übertragen. Dafür muss kein direkter Tierkontakt zustande kommen. Vor allem durch Putz- und Sattelzeug, aber auch durch die gemeinsame Benutzung von Pferdedecken, Scheuerpfählen, Boxen und Transportern gelangen die Pilzsporen auf die Haut gesunder Artgenossen.

Weitere begünstigende Faktoren

  • Feucht-warme Umgebung
  • Verschwitztes Fell
  • Mangelhafte Stallhygiene
  • Kleine Hautwunden
  • Resistenzminderung durch mangelhafte Ernährung, körperliche und/oder psychische Belastung
  • Geschwächtes Immunsystem